{"id":1264,"date":"2013-06-05T21:13:45","date_gmt":"2013-06-05T21:13:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/?page_id=1264"},"modified":"2017-01-29T12:14:47","modified_gmt":"2017-01-29T12:14:47","slug":"modelle-des-kronenordens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/links\/dokumente\/modelle-des-kronenordens\/","title":{"rendered":"Modelle des Kronenordens"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: left;\">Neue Erkenntnisse zu den Modellen des K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Kronenordens<\/h1>\n<p style=\"text-align: left;\">An dieser Stelle sollen wichtige Ergebnisse Vorstellung finden, die aus Recherchen im Geheimen Staatsarchiv, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Berlin Dahlem, resultieren. Dabei steht der K\u00f6niglich preu\u00dfische Kronenorden im n\u00e4heren Focus. Zum einen geht es um die Frage wann der Wechsel von der sogenannten kleinen auf die gro\u00dfe Krone stattfand und im Weiteren um eine neue Klassifizierung der Modelle des Ordens basierend auf der Auswertung bisher nicht vollst\u00e4ndig erschlossener Quellen. Basis dieses Beitrag ist das durch den Verfasser am 25.05.2013 gehaltene Referat auf dem 16. Wissenschaftlichen Symposium der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ordenskunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zur Darstellung der Ausgangslage also folgende Zusammenfassung:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bekanntlich stiftete der preu\u00dfische K\u00f6nig Wilhelm I., im Zuge der Kr\u00f6nungsfeierlichkeiten unter dem Datum des 18. Oktober 1861 neben einer goldenen Kette und einem Gro\u00dfkreuz zum Roten Adlerorden auch eine g\u00e4nzlich neue Auszeichnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zur Erinnerung an den Tag der Kr\u00f6nung und zur Ehre der preu\u00dfischen Monarchie f\u00fcgte er einen Kronenorden in das bestehende System der tragbaren Anerkennungen ein.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1270\" aria-describedby=\"caption-attachment-1270\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1270\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-01.jpg\" alt=\"Abb. 1\" width=\"1000\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-01.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-01-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-01-439x300.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1270\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Kronenorden aus Louis Schneider, Der K\u00f6nigliche Kronen-Orden<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Rang dem Roten Adlerorden gleichgestellt, sollten die vier Klassen der nun verf\u00fcgbaren Dekoration in der hierarchisch gegliederten Vergabeordnung der k\u00f6niglichen Gnadenbeweise ihre Funktion erf\u00fcllen. Bemerkenswerterweise sind zu diesem Orden einige Punkte bis heute ungekl\u00e4rt. Eine der am h\u00e4ufigsten und auch kontr\u00e4r diskutierten Frage lautet beispielsweise, wann genau erfolgte der Modellwechsel von der sogenannten kleinen auf die gro\u00dfe Krone?<\/p>\n<figure id=\"attachment_1272\" aria-describedby=\"caption-attachment-1272\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1272\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-02.jpg\" alt=\"Abb. 2: Medaillons des Kronenordens, hier jeweils einer 3. Klasse, links mit der kleinen und rechts mit der gro\u00dfen Krone\" width=\"1000\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-02.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-02-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-02-500x250.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1272\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Medaillons des Kronenordens, hier jeweils einer 3. Klasse, links mit der kleinen und rechts mit der gro\u00dfen Krone<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Zeitgen\u00f6ssische Autoren wie Louis Schneider oder Friedrich Wilhelm Hoeftmann, \u00e4u\u00dferten sich zu dieser Frage leider nicht und die Spekulationen moderner Publizisten bedienen eine Spanne\u00a0 von 1865 \u2013 1871. Dr. Peter Sauerwald beklagte 2001 in einem Aufsatz zum Kronenorden<sup>1<\/sup>, noch Folgendes. Zitat: <i>\u201e\u2026Der Kronenorden in allen Klassen wurde 1861 zuerst mit der sogenannten kleinen Krone entworfen und herausgebracht. Einige Jahre sp\u00e4ter erfolgte eine Modellumstellung \u2026 es \u00e4nderte sich nur die Krone im vorderen Mittelschild. Leider ist dieser Umstellungszeitpunkt, \u2026, nicht mehr oder noch nicht exakt bestimmbar.\u201c\u00a0 <\/i>Als profunder Kenner der Materie gibt er weiter an, <i>\u201eEine derartige Modellumstellung konnte jedoch nicht ohne \u201eAllerh\u00f6chste Willensentscheidung\u201c vorgenommen worden sein, es ist vielmehr anzunehmen, da\u00df sie erst durch solche ausgel\u00f6st wurde, \u2026.&#8220;<\/i> Im Weiteren entwickelte er dann eine Theorie zur Feststellung des Zeitpunktes dieser Ma\u00dfnahme und zieht dazu, ausdr\u00fccklich aushilfsweise, das Datum der Umstellung auf das hellere blaue Ordensband, n\u00e4mlich den 25. M\u00e4rz 1865, heran. Andre H\u00fcsken, ebenfalls \u00fcberaus kenntnisreich im Stoff, n\u00e4hert sich der Frage etwas offensiver und definiert in Band 1 seiner drei Preu\u00dfen-Kataloge<sup>2<\/sup> das Umstellungsdatum auf das Jahr 1871 setzt jedoch, der gebotenen Vorsicht folgend, ein zirka davor und dehnte somit den Zeitraum doch stark nach oben aus. J\u00f6rg Nimmergut hingegen schreibt in seinem f\u00fcnfb\u00e4ndigen Kompendium<sup>3<\/sup> ganz fest eingestellt <i>\u201e1867 Aufnahme der gr\u00f6\u00dferen K\u00f6niglichen Krone in das Medaillon des Ordenszeichens\u201c <\/i>und f\u00fcgt in Klammern gesetzt dazu (<i>ohne schriftliche Anordnung<\/i>). Andere Stimmen machen die offene Datierung beispielsweise an erhaltenen Nachl\u00e4ssen aus dem Krieg des Jahres 1866 fest und reflektieren die Frage nach den jeweils vorliegenden Realien. Also f\u00fcr die eine Fraktion erfolgte der Wechsel bereits vor dem milit\u00e4rischen Konflikt gegen \u00d6sterreich die andere Vertretung ist dagegen \u00fcberzeugt, dass die Ver\u00e4nderungen erst nach dem Bruderkrieg zwischen dem Deutschen Bund und dem K\u00f6nigreich Preu\u00dfen Vollzug fanden. Je nachdem, ob in den zur Deutung herangezogenen Nachl\u00e4ssen, Kronenorden, verliehen mit Schwertern f\u00fcr auszeichnungsw\u00fcrdige Taten auf dem Schlachtfeld, mit kleiner oder gro\u00dfer Krone zu finden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bevor wir uns einer Antwort zuwenden, kommen wir jedoch vorerst zu einer weiteren Hinterfragung. Diese wirkt eher unscheinbar, dennoch tr\u00e4gt sie durchaus gewichtig. H\u00e4ufig k\u00f6nnen wir n\u00e4mlich feststellen, dass \u00e4ltere am Hals oder Cordon zu tragende Orden nur einen einfachen Durchzugsring aufweisen wie hier ein Kronenorden 2. Klasse mit einfach gewundener Ringaufh\u00e4ngung<\/p>\n<figure id=\"attachment_1273\" aria-describedby=\"caption-attachment-1273\" style=\"width: 753px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1273\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-03.jpg\" alt=\"Abb. 3: Kronenorden 2. Klasse mit einfach gewundener Ringaufh\u00e4ngung\" width=\"753\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-03.jpg 753w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-03-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1273\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Kronenorden 2. Klasse mit einfach gewundener Ringaufh\u00e4ngung<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">und nicht den eher bekannten Doppelring wie der auf der Abbildung 4 dargestellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1274\" aria-describedby=\"caption-attachment-1274\" style=\"width: 699px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-04.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1274\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-04.jpg\" alt=\"Abb. 4: Kronenorden 2. Klasse mit doppelt gerundetem Durchzugsring\" width=\"699\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-04.jpg 699w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-04-209x300.jpg 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 699px) 100vw, 699px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1274\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: Kronenorden 2. Klasse mit doppelt gerundetem Durchzugsring<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">An diese Wahrnehmung schlie\u00dfen sich nun gleich mehrere Fragen an, war das normal oder handelt es sich um Erg\u00e4nzungen? Wenn auch eine solche Ver\u00e4nderung auf Allerh\u00f6chste Veranlassung erfolgte, dann wann?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Welchen Nutzen haben aber Antworten auf diese Fragestellungen? Sie erm\u00f6glichen es vorliegende St\u00fccke zeitlich besser einzuordnen, pr\u00e4zisere Verleihungszahlen zu erarbeiten und teilweise auch Tr\u00e4gerabbildungen noch sicherer zu datieren. Es ist also wichtig die genauen zeitlichen Abgrenzungen zu kennen und darum n\u00e4hern wir uns nun auch den Datierungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Geheimen Staatsarchiv, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Berlin Dahlem, lagern bekanntlich zahlreiche Akten die uns Aufschluss \u00fcber so viele noch offene Punkte geben k\u00f6nnen. Es ist nur sehr m\u00fchsam sich durch die Best\u00e4nde zu arbeiten um auf bestimmte Fragen konkrete Antworten zu erhalten. Oft kommt dem Forscher der Zufall zu Hilfe und man findet in einer v\u00f6llig unscheinbaren Archivalie Informationen die man dort eigentlich nie erwartet h\u00e4tte. Anders jedoch im vorliegenden Fall, hier hat tats\u00e4chlich die gezielte Suche insbesondere nach der eingangs geschilderten Frage zum Modellwechsel und die darauf ausgel\u00f6ste Einsicht der Akte zum Kronenorden aus den Best\u00e4nden der Generalordenskommission, kurz der (GOK)<sup>4<\/sup> zum erhofften Erfolg gef\u00fchrt. Denn auf Blatt 28 dieser Akte findet sich die Abschrift einer Allerh\u00f6chsten Kabinettsorder kurz (AKO) vom 04. Mai 1868 mit folgendem Wortlaut:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Abschrift\u00a0 No.3231<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Indem ich der General Ordens Kommission die beifolgende Zeichnung mit Abbildungen zu den vier Klassen des K\u00f6niglichen Kronen Ordens sowie ein dementsprechend angefertigtes Probe Exemplar der zweiten Klasse zugehen lasse, bestimme Ich, da\u00df die neuen Exemplare des Kronen-Ordens aller vier Klassen nach dieser Zeichnung und dem Probe-Exemplar angefertigt werden sollen, da\u00df die Ausgabe dieser neuen Ordens=Exemplare aber nur dann stattfinden soll, wenn keine der jetzt vorhandenen oder von den Hinterbliebenen verstorbener Ordensritter zur\u00fcckzuliefernden Exemplare mehr vorr\u00e4thig sind. Ferner bestimme Ich, da\u00df die Ringe, an denen die Kreuze des Schwarzen Adler Ordens, des Ordens pour le m\u00e9rite, des Gro\u00dfkreuzes des Rothen Adler Ordens, des Rothen Adler Ordens erster und zweiter Klasse, des K\u00f6niglichen Kronen Ordens erster und zweiter Klasse und des Johanniter Ordens, sowie der Adler der zweiten Klasse des Hohenzollern Ordens getragen werden, l\u00e4nglich oval und, soweit die Ringe nicht durch das Eichenlaub verdeckt sind, an der Vorderseite doppelt angefertigt werden sollen; doch soll auch hier zun\u00e4chst die Verwendung der noch vorhandenen, mit den bisherigen Ringen versehenen Ordens=Exemplare stattfinden. Berlin, den 4. Mai 1868.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>gez. Wilhelm<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>An die General Ordens Kommission\u00a0\u00a0 <\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Blatt 29 der eingesehenen Akte, zeigt uns die an die General Ordens Kommission \u00fcbersandte Musterzeichnung und es ist unschwer zu erkennen, dass dort, die uns heute vertrauten Kronenorden des Modells mit gro\u00dfer Krone dargestellt sind. Gleichzeitig wird auch der neue, doppelt gewundene, l\u00e4ngliche Tragering zeichnerisch abgebildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf Blatt 30 informiert uns dann ein internes Schreiben vom 1. Januar 1869, an die Kasse der General Ordenskommission, \u00fcber den Abschluss der Verleihungen der alten, noch vorr\u00e4tigen Ordenskreuze durch die folgende Niederschrift.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Nachdem Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig durch die in Abschrift beigef\u00fcgte Allerh\u00f6chste Kabinettsordre<\/i> <i>(linksseitig Anlagestrich, Anm. d. Verf.)<\/i><i> vom 4. May 1868 mehrere Ver\u00e4nderungen an den Ordens-Kreuzen zu bestimmen geruht haben und die darin vorgesehene Ausgabe der noch in fr\u00fcherer Form angefertigt gewesenen Exemplare erfolgt ist: so erh\u00e4lt die Kasse hierdurch die Anweisung von jetzt ab die Ordenskreuze nach der neuen Form anzukaufen nur die dadurch entstehenden Mehrkosten, so wohl der Ordenskreuze, als der dabei nothwendig gewordenen Ver\u00e4nderungen einiger Klassen der\u00a0 Etuis aus den Tit. III des Etats f\u00fcr Ordens-Insignien zu zahlen.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>GOK <\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Was k\u00f6nnen wir also nach Kenntnisnahme dieser Ausf\u00fchrungen als festgestellt erkl\u00e4ren? Die Modell-Umstellung von der kleinen auf die gro\u00dfe Krone erfolgte, durch AKO am 04. Mai 1868.\u00a0 Bei der GOK noch vorhandene Best\u00e4nde sowie aufzuarbeitende R\u00fccklieferungen erledigter Auszeichnungen wurden vorerst weiter verausgabt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit Schreiben vom 01. Januar 1869 erhielt die Kasse der GOK die Anweisung nur noch Ordenskreuze des neuen Modells anzukaufen. Die alten Best\u00e4nde waren aufgebraucht. Exemplare mit kleiner Krone d\u00fcrften ab diesem Zeitpunkt wohl kaum noch zur Ausgabe gelangt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Ab\u00e4nderung der Durchzugsringe, in doppelt gewundene, l\u00e4ngliche Aufh\u00e4ngungen sollte dazu zeitnah ebenfalls Umsetzung gefunden haben. Es erscheint legitim, wenn wir die zuvor gewonnene Feststellung des Zeitpunktes zum Modellwechsel auch f\u00fcr die Einf\u00fchrung der neuen Ringe belasten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Generell bleibt auch kein spekulatives Element zu diskutieren. Denn eine Frage nach der Weiterverwendung erledigter Realien, also im Weiteren zur\u00fcck gelieferter Ordenskreuze, stellt sich trotz der bekannten preu\u00dfischen Sparsamkeit nicht da die AKO eindeutig vom Verbrauch der &#8222;jetzt vorhandenen &#8230;&#8230;. <i>vorr\u00e4thigen&#8220; <\/i>Exemplare Zeugnis gibt. Im Gegenteil,<i> <\/i>es erscheint sogar unvorstellbar, dass alte Ausf\u00fchrungen ab 1869 weiter zur Verausgabung kamen. Die damit Dekorierten h\u00e4tten es sicher als Zur\u00fccksetzung empfunden wenn andere Beliehene bereits mit der moderneren Version des Ordens geehrt worden w\u00e4ren. Wir d\u00fcrfen also davon ausgehen, dass der bisher nicht feststehende Umstellungszeitpunkt auf den Anfang des Jahres 1869 abzugrenzen ist. Damit k\u00f6nnen wir eine neue zeitliche Klassifizierung des Kronenordens vornehmen.\u00a0 Allerdings soll dies erst nach der Vorstellung von Archivalien erfolgen die ich im Weiteren pr\u00e4sentieren m\u00f6chte.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vorerst soll aber unbedingt noch einmal auf die anderen in der AKO vom 4. Mai 1868, erw\u00e4hnten Auszeichnungen abgestellt werden. Denn ab 1869 war der l\u00e4ngliche Doppelring f\u00fcr alle preu\u00dfischen, am Hals oder gro\u00dfen Bande zu tragenden, Orden vorgeschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die K\u00f6niglich preu\u00dfische Ordensliste von 1817 zeigt uns einige dekorative Abbildungen, unter anderem einen Roten Adlerorden 1. Klasse an einem einfachen Ring<\/p>\n<figure id=\"attachment_1275\" aria-describedby=\"caption-attachment-1275\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-05.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1275\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-05.jpg\" alt=\"Abb. 5: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, Roter Adlerorden 1. Klasse, erstes Modell\" width=\"1000\" height=\"653\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-05.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-05-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-05-459x300.jpg 459w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1275\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 5: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, Roter Adlerorden 1. Klasse, erstes Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">und ein Eichenlaub r\u00fcckseitig ebenfalls nur mit einem einfachen Ring versehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1276\" aria-describedby=\"caption-attachment-1276\" style=\"width: 484px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-06.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1276\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-06.jpg\" alt=\"Abb. 6: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, Eichenlaub mit einfachem Durchzugsring\" width=\"484\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-06.jpg 484w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-06-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1276\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 6: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, Eichenlaub mit einfachem Durchzugsring<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Zum Vergleich darf ein Roter Adlerorden 2. Klasse mit Eichenlaub dienen, um die neue Ausf\u00fchrung auch an diesem Attribut zu demonstrieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1277\" aria-describedby=\"caption-attachment-1277\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-07.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1277\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-07.jpg\" alt=\"Abb. 7: Roter Adlerorden 2. Klasse, Herstellermarkierung W f\u00fcr Wagner &amp; Sohn, Berlin, 4. Modell mit doppelt gewundenem Ring hinter dem Eichenlaub\" width=\"1000\" height=\"716\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-07.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-07-300x214.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-07-418x300.jpg 418w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1277\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 7: Roter Adlerorden 2. Klasse, Herstellermarkierung W f\u00fcr Wagner &amp; Sohn, Berlin, 4. Modell mit doppelt gewundenem Ring hinter dem Eichenlaub<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Doppelringe gab es zu preu\u00dfischen Dekorationen allerdings auch schon vor der Einf\u00fchrung der neuen Aufh\u00e4ngung, diese waren jedoch nicht l\u00e4nglich-oval sondern von runder Form wie uns die n\u00e4chste Abbildung veranschaulicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1278\" aria-describedby=\"caption-attachment-1278\" style=\"width: 458px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-08.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1278\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-08.jpg\" alt=\"Abb. 8: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, fr\u00fcher, runder Doppelring, hier eines Ordens pour le m\u00e9rite\" width=\"458\" height=\"546\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-08.jpg 458w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-08-251x300.jpg 251w\" sizes=\"auto, (max-width: 458px) 100vw, 458px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1278\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 8: Reproduktion aus der Preu\u00dfischen Ordensliste 1817, fr\u00fcher, runder Doppelring, hier eines Ordens pour le m\u00e9rite<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Widmen wir uns nun aber einer <strong>neuen Klassifizierung des K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Kronenordens<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch diesem Themenkreis soll Vorstellung und \u00dcberpr\u00fcfung der aktuellen Befund- und Faktenlage voran gestellt sein, bevor sich Antworten aus den Archivalien des Geheimen Staatsarchivs pr\u00e4sentieren lassen, die eine neue Klassifizierung des Kronenordens bedingen. An dieser Stelle darf ich schon der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass sich die bisherige Darstellung schnell abl\u00f6sen l\u00e4sst um der eigentlichen Faktenlage gerecht zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wovon sprechen wir also im Detail? Von einem Modell des Kronenordens, dass bisher ausschlie\u00dflich spekulativ beurteilt wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1279\" aria-describedby=\"caption-attachment-1279\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-09.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1279\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-09.jpg\" alt=\"Abb. 9: Kronenorden 4. Klasse mit einer eigent\u00fcmlichen, eher unpreu\u00dfischen Krone\" width=\"1000\" height=\"546\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-09.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-09-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-09-500x273.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1279\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 9: Kronenorden 4. Klasse mit einer eigent\u00fcmlichen, eher unpreu\u00dfischen Krone<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Bis zum heutigen Zeitpunkt waren\u00a0 keinerlei gesicherte Informationen dazu auswertbar.\u00a0 In unserem Vereinsmagazin, Orden und Ehrenzeichen, Nummer 71, Februar 2011, warnte ich in einem kurzen Aufsatz bereits vor F\u00e4lschungen dieser Ausf\u00fchrung, die sich trotz mangelndem Hintergrundwissens eindeutig als solche klassifizieren lie\u00dfen, nicht zu letzt auch, weil sich diese extremen Rarit\u00e4ten als jederzeit im Internet Erwerbbar pr\u00e4sentierten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1280\" aria-describedby=\"caption-attachment-1280\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1280\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-10.jpg\" alt=\"Abb. 10: Revers-Abblidungen, links das Original, rechts die F\u00e4lschung\" width=\"1000\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-10.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-10-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-10-500x251.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1280\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 10: Revers-Abblidungen, links das Original, rechts die F\u00e4lschung<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Einzelheiten dazu sollten im angezeigten Heft unbedingt noch einmal nachgeschlagen werden da an dieser Stelle auf eine erneute Thematisierung verzichtet wird. Eine seiner Zeit offen gelassene Fragestellung soll nun jedoch Beantwortung findet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1281\" aria-describedby=\"caption-attachment-1281\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1281\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-11.jpg\" alt=\"Abb. 11: Avers-Abbildungen, links das Original, rechts die F\u00e4lschung\" width=\"1000\" height=\"501\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-11.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-11-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-11-500x250.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1281\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 11: Avers-Abbildungen, links das Original, rechts die F\u00e4lschung<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Dazu sollen aber, wie f\u00fcr jede Untersuchung \u00fcblich, erst einmal Fragen gestellt werden und die Hauptfrage im vorliegenden Fall lautet. Wie sind Dekorationen des k\u00f6niglichen Kronenordens einzuordnen die sich durch diese auff\u00e4llige Krone kennzeichnen?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auf diese Kernfrage aufbauend zerf\u00e4llt das Thema dann in mehrere Teilaspekte. Handelt es sich um probem\u00e4\u00dfige Exemplare demzufolge aus preu\u00dfischer Produktion oder liegen hier Zweitanfertigungen unbestimmter Herkunft vor? Kommen die in Rede stehenden Orden vielleicht aus dem Ausland? Und schlie\u00dflich, wie sind sie \u00fcberhaupt zu datieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es geht also um den eigentlichen Ursprung dieser St\u00fccke mit der doch merkw\u00fcrdig anmutenden Krone, wie sie auf den gezeigten Abbildung zu sehen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Fassen wir vorerst aber noch einmal die Fakten zusammen:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die bereits schon einmal zitierten, renommiertesten Sachautoren ihrer Zeit, Friedrich Wilhelm Hoeftmann, Geheimer Registrator bei der K\u00f6niglich Preu\u00dfischen General Ordenskommission und Louis Schneider, Vorleser Seiner Majest\u00e4t des K\u00f6nigs und als Autor vieler ordenskundlicher Werke wohl bekannt, \u00fcberlieferten uns auch diesbez\u00fcglich keine Aufkl\u00e4rungen. Obwohl beide Zeitzeugen waren finden die hinterfragten Ausf\u00fchrungen weder eine direkte noch eine andeutungsweise Angabe in ihren Werken. Erst heutige Autoren widmeten sich dieser Materie, dies allerdings mit verschiedenen Interpretationen. Im bereits erw\u00e4hnten Artikel fasste ich die Sachlage schon einmal zusammen, daher soll hier nur noch ein kurzer \u00dcberblick zur Kenntnis gebracht werden. J\u00f6rg Nimmergut schreibt zu diesem Thema in Band 2 seines f\u00fcnfb\u00e4ndigen Handbuchs<sup>5<\/sup>, dass von der kleinen Krone des 1. Modells zwei Varianten zu unterscheiden sind. Er deklariert die Version mit der eigent\u00fcmlich anmutenden Krone mit dem Kleinbuchstaben a und die gel\u00e4ufige, \u00fcbliche kleine Kronenform mit dem Kleinbuchstaben b.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1282\" aria-describedby=\"caption-attachment-1282\" style=\"width: 739px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1282\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-12.jpg\" alt=\"Abb. 12: Kronenorden 4. Klasse mit der bekannten kleinen Krone\" width=\"739\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-12.jpg 739w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-12-221x300.jpg 221w\" sizes=\"auto, (max-width: 739px) 100vw, 739px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1282\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 12: Kronenorden 4. Klasse mit der bekannten kleinen Krone<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Weiterhin f\u00fchrt er aus, dass die Form b die h\u00e4ufigere Ausf\u00fchrung ist. Quellenangaben f\u00fcr diese Ideen finden sich im angesprochenen Handbuch allerdings nicht. Dr. Sauerwald geht in seinem Artikel \u00fcber den Kronenorden im OMM 97<sup>6 \u00a0<\/sup>von einer nicht-probem\u00e4\u00dfigen au\u00dfer-preu\u00dfischen Zweitanfertigung aus. Vermutlich stammen diese aus \u00d6sterreich, da zum einen eine frappierende \u00c4hnlichkeit mit der \u00f6sterreichischen Kaiserkrone best\u00fcnde und es im Weiteren auch Verleihungen in gr\u00f6\u00dferem Umfang an Zivil- und Milit\u00e4rpersonen der Doppelmonarchie gab, woraus sich ein gewisser Bedarf herleiten lie\u00dfe. Diese Einordnung erschien bis heute als die wahrscheinlichste, da es im Grunde extrem ungew\u00f6hnlich sein d\u00fcrfte, dass es keinerlei offizielle Aufzeichnungen zu diesem Thema geben sollte. Davon nicht \u00fcberzeugt war offensichtlich Andre H\u00fcsken. Er erkl\u00e4rte in Band 1 seiner drei Preu\u00dfen Kataloge<sup>7<\/sup> den Sachverhalt etwas anders und ordnete die Variante mit den fraglichen Kronen origin\u00e4r in die Modellreihen des Ordens ein womit schlie\u00dflich folgende drei Formen zur Katalogisierung kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die erste Form, mit der &#8222;merkw\u00fcrdigen&#8220; Krone. Die zweite mit der gel\u00e4ufigen kleinen Krone und die dritte mit der gro\u00dfen Herrscherinsignie.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1283\" aria-describedby=\"caption-attachment-1283\" style=\"width: 761px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1283\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-13.jpg\" alt=\"Abb. 13: Kronenorden 4. Klasse mit gro\u00dfer Krone\" width=\"761\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-13.jpg 761w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-13-228x300.jpg 228w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1283\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 13: Kronenorden 4. Klasse mit gro\u00dfer Krone<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine Abstufung f\u00fcr die ab November 1916 in vergoldetem Silber zu fertigen Exemplare nahm Andre H\u00fcsken allerdings nicht vor. Lediglich bei der preislichen Bewertung der St\u00fccke erfolgte eine Abgrenzung. Die Sichtweise H\u00fcskens setzte sich in den damit befassten Kreisen allerdings nicht durch, zum einen erschien diese eher unwahrscheinlich und zum anderen fehlte auch hier jede Angabe von \u00fcberpr\u00fcfbaren Bez\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenden wir uns also der Auswertung von belastbaren Quellen zu. Einmal mehr konnte das Geheime Staatsarchiv in Berlin Dahlem als ergiebige Fundstelle genutzt werden. In der Akte zum Kronenorden<sup>8<\/sup>, archiviert unter der I. HA in den Best\u00e4nden der Generalordenskommission, fand sich ein ziemlich schwer lesbarer Vorgang der grunds\u00e4tzlich nichts mit den eigentlichen Fragen zu tun hatte, aber im Verlauf\u00a0 der Transkription des Textes \u00fcberraschende Aufkl\u00e4rung bot. Auf den Bl\u00e4ttern 32 und 33 der Akte wandte sich n\u00e4mlich die Kasse der General Ordenskommission (GOK) an den Pr\u00e4ses, General der Infanterie und Generaladjutant Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs, von Bonin,<\/p>\n<figure id=\"attachment_1284\" aria-describedby=\"caption-attachment-1284\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-14-Bonin-Adolf-von-General.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1284\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-14-Bonin-Adolf-von-General.jpg\" alt=\"Abb. 14: GdI von Bonin, Pr\u00e4ses der GOK vom 09.12.1869 - 16.04.1872\" width=\"460\" height=\"755\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-14-Bonin-Adolf-von-General.jpg 460w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-14-Bonin-Adolf-von-General-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 460px) 100vw, 460px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1284\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 14: GdI von Bonin, Pr\u00e4ses der GOK vom 09.12.1869 &#8211; 16.04.1872<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">um von diesem eine Genehmigung zur Ver\u00e4u\u00dferung \u00e4lterer nicht mehr auszugebender Ordenskreuze zu erhalten. Um welche Kreuze es sich dabei handelte ergibt sich aus dem Schreiben und darf nun vollst\u00e4ndig transkribiert zur Kenntnis gebracht werden.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Berlin, den 18. August 1870\u00a0 No. 5141 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Blatt 32<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Gehorsamste Anzeige<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Durch die Allerh\u00f6chste Urkunde vom 18. Oktober 1861 haben Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig einen neuen Orden, unter der Benennung \u2013 K\u00f6niglicher Kronen Orden \u2013 in vier Klassen gestiftet.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Die drei ersten Klassen haben golden emaillierte Kreuze und die vierte Klasse ist von bronce Metall die Kreise im Mittelschild auf Silberplatten emailliert, die Krone und der Namens-Zug in Silber gepr\u00e4gt und vergoldet. Die ersten Exemplare wurden der General Ordens Kommission bei der Kr\u00f6nungs-Feierlichkeit in K\u00f6nigsberg \u00fcberliefert. Nach kurzem tragen der Kreuze zeigte sich, da\u00df die auf Silber emaillierte Inschrift nicht haltbar war, indem die Vergoldung auf den emaillierten R\u00e4ndern, wie von dem Namenszug und der Krone sich so schnell abrieb, da\u00df das Silber sichtbar wurde was zu dem gelben Metall des Kreuzes sehr h\u00e4\u00dflich abstach. Es wurde deshalb angeordnet die Ringe der Kreise auf Gold zu emaillieren und zugleich die Krone im Mittelschild zu ver\u00e4ndern, da die erste zu sehr einer Bischofsm\u00fctze glich. In dieser zweiten Form wurde das Kreuz bis zum 4. Mai 1868 ausgegeben, wo Se. Majest\u00e4t der K\u00f6nig eine dritte Ver\u00e4nderung desselben befahlen. Danach sollte n\u00e4mlich die Krone im Mittelfelde eine andere gr\u00f6\u00dfere Form erhalten, dagegen die emaillierte Ringplatte schmaler werden, durch welche Ver\u00e4nderung die zweite Form des Kreuzes ebenfalls unbrauchbar wurde. Die Kreuze der ersten Form sind nach Empfang der h\u00f6heren Klasse und durch Ableben ihrer Inhaber gr\u00f6\u00dftenteils zur\u00fcckgegeben. Von der zweiten Form die mehrere Jahre lang verliehen wurde sind noch einige in Gebrauch. Die zur\u00fcckgekommenen alten Kreuze sind von der Ordenskasse angenommen worden und befinden sich noch bei derselben. Da die Kreuze in bronce gepr\u00e4gt sind, so k\u00f6nnen die alten Exemplare nicht an die K\u00f6nigliche M\u00fcnze zur Einschmelzung abgegeben werden, indem dieselbe unedles Metall nicht scheidet. Um den Werth zu ermitteln ist daher der vereidigte gerichtliche Taxator, Juwelier Neuhaus ein fachliches Gutachten abzugeben ersucht worden. Nach dessen Erkl\u00e4rung hat ein Kreuz der ersten Ausgabe auf Silber emailliert 5<span style=\"text-decoration: line-through;\"> 4 <\/span>Silbergroschen Metallwerth. Ein Kreuz mit golden emaillierten Schriftplatten 19 <span style=\"text-decoration: line-through;\">25<\/span> Silbergroschen Metallwerth. Ein Kreuz dieser Art mit Schwertern 1 rth 25 Sg Metallwerth ein Kreuz mit der Zahl 50 am Ringe 19 <span style=\"text-decoration: line-through;\">25<\/span> Silbergroschen Metallwerth. <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Euer Exzellenz bitten wir um eine Bestimmung ganz gehorsamst, ob die bei der Ordenskasse vorhandenen alten Kreuze der vierten Klasse des Kronen Ordens zu dem Taxpreis verkauft werden k\u00f6nnen.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>gez. (nicht lesbar, Anm.d.Verf.)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/i>und<i>\u00a0 Lehmann<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Genehmigt &#8211; Berlin, den 19. August 1870<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>von Bonin &#8211; General der Infanterie und General-Adjutant Sr. Majest\u00e4t des K\u00f6nigs<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Welche Erkenntnisse d\u00fcrfen wir aus diesem Schreiben jetzt extrahieren. Ganz klar, dass die Kronenorden mit der sonderbaren, im Schreiben als zu sehr einer Bischofsm\u00fctze gleichend beschriebenen Kronen, sehr wohl als eigenes und zwar erstes Modell des Ordens festzuschreiben sind. Andre H\u00fcsken lag an dieser Stelle also richtig mit seiner Ableitung und J\u00f6rg Nimmergut war nicht weit weg von der Realit\u00e4t mit seiner Darstellung. Alle anderen Theorien k\u00f6nnen nun ad Acta gelegt werden. Die jetzt erschlossenen, Quellen gest\u00fctzten Fakten, m\u00fcssen jedoch weiter qualifiziert werden, denn mit den zeitlichen Einordnungen lag Andre H\u00fcsken nicht im Bereich der nachweisbaren beziehungsweise wahrscheinlichen Realit\u00e4ten. Zuvor soll jedoch noch auf zwei weitere Dokumente verwiesen werden. N\u00e4mlich dem Gutachten des Juweliers Neuhaus zur Bewertung der nicht mehr ben\u00f6tigten Ordenskreuze und der erhaltenen Anweisung die nicht mehr zu verwendenden Insignien zum Metallwert zu verkaufen. So hei\u00dft es auf Blatt 34 der betreffenden Akte.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Sachverst\u00e4ndiges Gutachten f\u00fcr die K\u00f6nigl. General=Ordens=Commission, \u00fcber Kronen Orden IV Classe von vergoldeter Bronce.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Nachdem ich dieselben genau gepr\u00fcft habe stellt sich folgendes Resultat heraus:<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Von 10 St\u00fcck Kronen Orden alter Form Schriftr\u00e4nder Gold, betr\u00e4gt der Schmelzwerth durchschnittlich <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>\u00e1 1.. = 1O&#8230;.. (eine weitere Zahl oder ein Zeichen nicht lesbar, Anm.d.Verf.)<br \/>\n1 dito mit Schwertern \u00e1 1.. 25<br \/>\n1 dito, die Schriftr\u00e4nder Silber\u00a0 \u00e1 &#8220; 5 Sgr.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Dieses Gutachten nehme ich auf meinen generaliter geleisteten Eid.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Berlin, den 16ten August 1870<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>C. E. Neuhaus &#8211; vereidigter Taxator des K\u00f6nigl. Stadtgerichts<br \/>\nNeues sachverst\u00e4ndiger Gutachten hier 18\/5.80<br \/>\n&#8230;=21. Control. Nr. 16<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Blatt 35 informiert uns anschlie\u00dfend \u00fcber die Verwertung der \u00fcberz\u00e4hligen Dekorationen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Berlin, den 19, August 1870 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 ad No. 5141<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>An die Kasse der General Ordens Kommission<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Da die K\u00f6nigliche M\u00fcnze die aus bronce gefertigten Kreuze des Kronen Ordens vierter Klasse nicht zur Einschmelzung \u00fcberwiesen werden k\u00f6nnen, weil dieselbe unedle Metalle nicht scheidet: <\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>So erh\u00e4lt die Kasse hiernach die Anweisung die alten zur\u00fcckgekommenen Kreuze des Kronen Ordens vierter Klasse gegen Zahlung des Metallwerths aus dem Insignien Bestand abzugeben und den Erl\u00f6s an die K\u00f6nigliche General Staatskasse gegen Quittung abzuf\u00fchren.<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>GOK<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>vB<\/i> (mit Sicherheit das K\u00fcrzel des Generals von Bonim, Anm.d.Verf.)<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">N\u00e4hern wir uns jetzt also den Einordnungen der einzelnen Modelle. Wie bereits ausgef\u00fchrt befahl Wilhelm I. am 4. Mai 1868 die Einf\u00fchrung der sogenannten gro\u00dfen Krone.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im ersten Teil des Beitrages wurde dargelegt, dass die endg\u00fcltige Umsetzung dieser AKO auf den Anfang des Jahres 1869 festzulegen ist. Diese zeitliche Festschreibung darf nun als Orientierungspunkt zur Einordnung des ersten Modells dienen. Die erschlossenen Angaben auf den Bl\u00e4ttern 32 und 33 geben uns dar\u00fcber hinaus weitere Anhaltspunkte zur Abgrenzung. So ist beispielsweise die Rede davon, dass, Zitat: &#8222;<i>Die ersten Exemplare wurden der General Ordens Kommission bei der Kr\u00f6nungs-Feierlichkeit in K\u00f6nigsberg \u00fcberliefert. Nach kurzem tragen der Kreuze zeigte sich, da\u00df die auf Silber emaillierte Inschrift nicht haltbar war&#8230;. Zitat Ende&#8220;. <\/i>Zus\u00e4tzlich wurde auch die Form der Krone missbilligend erw\u00e4hnt und die Anweisung die 4. Klasse zuk\u00fcnftig auch auf Gold zu emaillieren dokumentiert. Wichtig zur Ausarbeitung einer zeitlichen Abfolge erscheint auch das folgende Zitat: &#8222;<i>Von der zweiten Form die mehrere Jahre lang verliehen wurde sind noch einige in Gebrauch.&#8220;<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus diesen Aussagen l\u00e4sst sich nun folgender Zeitstrang ableiten. Die 1. Form, die Krone \u00e4hnelt eher einer Bischofsm\u00fctze,<\/p>\n<figure id=\"attachment_1285\" aria-describedby=\"caption-attachment-1285\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1285\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-15.jpg\" alt=\"Abb. 15: Kronenorden 4. Klasse, 1. Modell\" width=\"1000\" height=\"546\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-15.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-15-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-15-500x273.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1285\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 15: Kronenorden 4. Klasse, 1. Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">d\u00fcrfte wohl nicht all zu lang verausgabt worden sein. Es erschein realistisch hier das Ende des Jahres 1862 anzuf\u00fchren. <span style=\"text-decoration: underline;\">Dies jedoch ausdr\u00fccklich spekulativ.<\/span> Die 2. Form, mit der allseits bekannten kleinen Krone ist demzufolge in den Bereich 1863 &#8211; 1868 zu datieren. Damit wird Folgendes offensichtlich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1286\" aria-describedby=\"caption-attachment-1286\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1286\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-16.jpg\" alt=\"Abb. 16: Stern zum Kronenorden 2. Klasse, 1. Modell\" width=\"1000\" height=\"534\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-16.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-16-300x160.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-16-500x267.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1286\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 16: Stern zum Kronenorden 2. Klasse, 1. Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Die nun als 1. Modell zu klassifizierende Ausf\u00fchrung des Kronenordens, mit Bischofsm\u00fctze, geh\u00f6rt zu den absoluten Rarit\u00e4ten preu\u00dfischer Dekorationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den sicherlich bekannten Bildb\u00e4nden Karsten Klingbeils, hier speziell Teil 3 Preu\u00dfen<sup>9<\/sup>, sind bei der F\u00fclle des abgebildeten Materials lediglich zwei Exemplare des 1. Modells zu betrachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die eigentliche\u00a0 Existenz, sowohl des 1. Modells mit der Bischofsm\u00fctze als auch des 2. mit der kleinen Krone darf wohl zu den unaufkl\u00e4rbaren Kuriosit\u00e4ten der preu\u00dfischen Ordensnomenklatur gez\u00e4hlt werden. Bisher konnte keine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Vorhandensein dieser beiden Ausf\u00fchrungen entwickelt werden. Vergleichen wir einmal folgende Fakten, 1847 schnitten die Medailleure der K\u00f6niglichen M\u00fcnze die Stempel f\u00fcr die neuen Allgemeinen Ehrenzeichen 2. Klasse und zwar mit gro\u00dfer Krone.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1287\" aria-describedby=\"caption-attachment-1287\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1287\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-17.jpg\" alt=\"Abb. 17: Vergleich des Allgemeinen Ehrenzeichens 2. Klasse in alter und neuer Form\" width=\"1000\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-17.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-17-300x150.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-17-500x251.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1287\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 17: Vergleich des Allgemeinen Ehrenzeichens 2. Klasse in alter und neuer Form<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Dass wundert nicht, denn bereits kurz davor lie\u00df K\u00f6nig Friedrich Wilhelm IV. die bis dahin \u00fcbliche kleine preu\u00dfische K\u00f6nigskrone durch das gr\u00f6\u00dfere Modell auf den Zahlungsmitteln des K\u00f6nigsreich Preu\u00dfens ersetzen. Im gleichen zeitlichen Umfeld, ganz konkret am 18. Mai 1842, befahl der K\u00f6nig \u00fcbrigens auch die Anfertigung der zuerst als Armeemedaille gestifteten, sp\u00e4ter als Rote Adler Medaille bekannten Auszeichnung die somit das erste Zeugnis f\u00fcr die neue Form der K\u00f6nigskrone auf Auszeichnungs-Realien darstellt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1288\" aria-describedby=\"caption-attachment-1288\" style=\"width: 636px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-18.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1288\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-18.jpg\" alt=\"Abb. 18: Am 18.05.1842 von Friedrich Wilhelm IV. als Armeemedaille gestiftet, sp\u00e4ter zur Rote Adler Medaille gewandelt\" width=\"636\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-18.jpg 636w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-18-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1288\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 18: Am 18.05.1842 von Friedrich Wilhelm IV. als Armeemedaille gestiftet, sp\u00e4ter zur Rote Adler Medaille gewandelt<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch der 1851 mit einer k\u00f6niglichen Abteilung in die Reihe der rein preu\u00dfischen Auszeichnungen aufgenommene Hausorden von Hohenzollern, wurde bereits mit der bekannten gro\u00dfen Krone \u00fcberh\u00f6ht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1289\" aria-describedby=\"caption-attachment-1289\" style=\"width: 647px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-19.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1289\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-19.jpg\" alt=\"Abb. 19: Hausorden von Hohenzollern, Komturkreuz\" width=\"647\" height=\"1000\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-19.jpg 647w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-19-194x300.jpg 194w\" sizes=\"auto, (max-width: 647px) 100vw, 647px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1289\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 19: Hausorden von Hohenzollern, Komturkreuz<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie konnte es nach der Stiftung der Armeemedaille, im Jahre 1861 also fast 20 Jahre sp\u00e4ter nach der ersten Umstellung auf gro\u00dfe Kronen, zur Absegnung einer so seltsamen, ja im Grunde v\u00f6llig unpreu\u00dfischen Kronenform kommen? Und wie konnte selbst nach einer f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse z\u00fcgig eingeleiteten Abschaffung der 1. Form mit der Bischofsm\u00fctze wieder die veraltete, kleine Krone das Mittelschild des noch jungen Ordens zieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1290\" aria-describedby=\"caption-attachment-1290\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1290\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-20.jpg\" alt=\"Abb. 20: Bildvergleich der drei Kronen\" width=\"1000\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-20.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-20-300x101.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-20-500x169.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1290\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 20: Bildvergleich der drei Kronen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Fragen auf die auch die eingesehenen Akten leider keine Antworten liefern. Vorg\u00e4nge dazu fehlen g\u00e4nzlich und demzufolge leider auch Entwurfszeichnungen oder Genehmigungen selbiger. Deshalb h\u00e4tten Spekulationen darum auch eher den Charakter von Gute Nacht Geschichten und so bleiben diese Fragen m\u00f6glicherweise auf Dauer unbeantwortet. Feststellen d\u00fcrfen wir jedoch, dass die Umst\u00e4nde der Stiftung des Kronenordens in G\u00e4nze etwas unbest\u00e4ndig wirken bedenkt man, dass 1862 bereits eine \u00c4nderung der Trageweise des Cordons erging, ab da von links nach rechts und nicht, wie urspr\u00fcnglich bestimmt, v\u00f6llig unpreu\u00dfisch, von rechts nach links. 1864 die zus\u00e4tzliche Verleihung von Schwertern auch f\u00fcr diesen Orden erm\u00f6glicht wurde und 1865 die B\u00e4nder generell eine neue Farbe erhielten. Gepaart mit den hier vorgestellten Umstellungen darf daher wohl legitimer Weise eine gewisse Unordnung bei der Stiftung reklamiert werden und dies obwohl Wilhelm I sich bereits seit 1859, also noch als Prinzregent, mit der Schaffung dieses Ordens besch\u00e4ftigte, wie uns Louis Schneider in seinem Buch zum K\u00f6niglichen Kronen-Orden glaubhaft macht. Selbst Staatsministerium und Zivilkabinett waren rechtzeitig im Boot und dennoch muss es zum Oktober 1861 hin etwas hektisch geworden sein da selbst die Ver\u00f6ffentlichung der Stiftungsurkunde auf die Zeit nach der Kr\u00f6nung verschoben werden musste.\u00a0 Sie war n\u00e4mlich inhaltlich noch nicht final besprochen, wie wir heute sagen w\u00fcrden und so erfolgte ihre Publikation dann erst am 18. Januar 1862. \u00dcbrigens, Louis Schneider geh\u00f6rte zu den Erstausgezeichneten mit dem neuen Orden, er muss also nach heutigem Kenntnisstand das erste Modell mit der Bischofm\u00fctze erhalten haben, ein Grund mehr der f\u00fcr Verwunderung sorgt und das fehlen von zeitgen\u00f6ssischen Erkl\u00e4rungen zu dieser Ausf\u00fchrung mehr als merkw\u00fcrdig erscheinen l\u00e4sst. Hat der K\u00f6nig vielleicht h\u00f6chst pers\u00f6nlich Ver\u00f6ffentlichungen unterdr\u00fcckt weil er selbst die Entw\u00fcrfe lieferte. Daf\u00fcr spricht einiges, berichtet doch Schneider<sup>10<\/sup> hierzu Folgendes, Zitat: &#8222;Die Zeichnungen zu den Insignien pr\u00fcfte und verbesserte der Prinz-Regent selbst&#8220; und es findet auch Erw\u00e4hnung, dass er sich mehrfach Vortrag \u00fcber die, Zitat: &#8222;eigenh\u00e4ndig niedergeschriebenen Bestimmungen, f\u00fcr die Form, die Embleme und die Beziehung des neu zu stiftenden Ordens&#8220;, Zitat Ende, halten lies. Es spricht also vieles f\u00fcr eine direkte Urheberschaft des Souver\u00e4ns, aber nachweisen k\u00f6nnen wir das leider nicht und da das Terrain der Gebr\u00fcder Grimm diesen auch vorbehalten bleiben soll richtet sich der Blick besser auch wieder ausschlie\u00dflich auf belegbare Fakten und diese lauten, der Kronenorden hat ein Modell mehr als bisher von der Mehrzahl der Phaleristen vermutet. Andre H\u00fcsken hatte Recht mit seiner Klassifizierung. Allerdings bed\u00fcrfen diese eine andere zeitliche Ordnung und inhaltliche Erg\u00e4nzungen. Somit ergibt sich nun folgende Katalogisierung:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Katalogisierung des Preu\u00dfischen Kronenordens<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1291\" aria-describedby=\"caption-attachment-1291\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-21.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1291\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-21.jpg\" alt=\"Abb. 21: Kronenorden 4. Klasse, 1. Modell\" width=\"1000\" height=\"546\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-21.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-21-300x163.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-21-500x273.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1291\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 21: Kronenorden 4. Klasse, 1. Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Modell mit Bischofsm\u00fctze \/ Okt. 1861 &#8211; ca. Ende 1862 \/ Vierte Klasse auf Silber emailliert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1292\" aria-describedby=\"caption-attachment-1292\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-22.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1292\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-22.jpg\" alt=\"Abb. 22: Kronenorden 3. Klasse, 2. Modell\" width=\"1000\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-22.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-22-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-22-420x300.jpg 420w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1292\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 22: Kronenorden 3. Klasse, 2. Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">2. Modell mit kleiner Krone \/ 1863 &#8211; 1868<\/p>\n<figure id=\"attachment_1293\" aria-describedby=\"caption-attachment-1293\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-23.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1293\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-23.jpg\" alt=\"Abb. 23: Kronenorden 2. Klasse, 3. Modell\" width=\"1000\" height=\"651\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-23.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-23-300x195.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-23-460x300.jpg 460w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1293\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 23: Kronenorden 2. Klasse, 3. Modell<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">3. Modell mit gro\u00dfer Krone \/ 1869 &#8211; 1916<\/p>\n<figure id=\"attachment_1294\" aria-describedby=\"caption-attachment-1294\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-24.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1294\" src=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-24.jpg\" alt=\"Abb. 24: Kronenorden 1. Klasse, 4. Modell, vergoldetes Silber\" width=\"1000\" height=\"682\" srcset=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-24.jpg 1000w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-24-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Abb.-24-439x300.jpg 439w\" sizes=\"auto, (max-width: 706px) 89vw, (max-width: 767px) 82vw, 740px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1294\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 24: Kronenorden 1. Klasse, 4. Modell, vergoldetes Silber<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">4. Modell mit gro\u00dfer Krone \/ 1917 &#8211; 1918<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Besonders solche Fakten wie die hier demonstrierten Tatsachen, welche die bisherigen Sichtweisen in gro\u00dfen Teilen revidieren, bed\u00fcrfen einer kritischen wissenschaftlichen \u00dcberpr\u00fcfbarkeit um die Voraussetzungen zur Etablierung im ordenskundlichen Kontext zu schaffen. Es darf wohl mit Recht davon ausgegangen werden, dass die vorgestellten und interpretierten Dokumente diese Notwendigkeit mehr als ausreichend erf\u00fcllen und so d\u00fcrfen wir gespannt sein, ob die Abl\u00f6sung bisher dogmatisierten Wissens gelingt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Warum klingt hier eine gewisse Skepsis durch? Weil es ganz einfach aktuellen Erfahrungen entspricht, dass trotz neuer Erkenntnisse an alten, l\u00e4ngst \u00fcberholten Darstellungen festgehalten wird. Dieses, nennen wir es vorsichtig Ph\u00e4nomen, hat zwei ganz bekannte Elternteile, Ego und Kommerz genannt. Zum einen f\u00e4llt es etablierten Autoren immer wieder schwer ihre einst publizierten Erkenntnisse nun zu den Akten legen zu m\u00fcssen und andererseits ergeben sich teilweise sogar handfeste rechtliche Konsequenzen. Beispielsweise durch die Anfechtbarkeit ausgestellter Expertisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Doch auch Autoren und Herausgeber von Fachb\u00fcchern und Katalogen stehen der Notwendigkeit zur umfangreichen \u00dcberarbeitung ihrer regelm\u00e4\u00dfig neu aufgelegten Werke leider oftmals sehr unwillig gegen\u00fcber. Aber, trotz des Verst\u00e4ndnisses f\u00fcr die dadurch generierten Kosten und entstehenden Umst\u00e4nde, muss festgestellt werden, dass es notwendig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums sollte durchaus auch solchen generellen Gedanken Raum bieten. Denn gerade die Phaleristik stellt sich in ihrer wissenschaftlichen Darstellung doch sehr objektorientiert dar. Viele Mainstream- Lehrmeinungen basieren einzig auf der Beurteilung und Auswertung vorliegender Realien. Tats\u00e4chliche Quellenforschung ist eher weniger ausgepr\u00e4gt in unserer Disziplin.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Objektorientierte Beurteilungen f\u00fchren jedoch meist zu extrem unterschiedlichen Interpretationen da sie haupts\u00e4chlich auf subjektiver Wahrnehmung basieren. Ein Umstand der kritikw\u00fcrdig erscheint. Dazu kommt, dass Quellenangaben oft gar nicht \u00fcberpr\u00fcft werden. K\u00f6nnen wir dann tats\u00e4chlich von nachgewiesenen historischen Erkenntnissen sprechen. Oftmals leider nicht. Im Gegenteil. Fast schon dogmatisch werden Meinungen wiedergegeben ohne grunds\u00e4tzlich hinterfragt zu werden insbesondere unter den Aspekten &#8222;Woher wei\u00df er das und wo kann ich das nachlesen&#8220; und damit unterscheiden wir auch nicht zwischen wirklichem Wissen und\u00a0 einer subjektiv entwickelten Meinung. Dieser Beitrag soll mit einem Aufruf enden. N\u00e4mlich, gesicherte Erkenntnisse durch weiterf\u00fchrende Forschungsbem\u00fchungen, durch statistische Leistungen und der Erschlie\u00dfung archivarischer Quellen zu generieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Am Ende einer solchen Recherche steht dann auch immer die Notwendigkeit zur \u00dcberpr\u00fcfbarkeit von Hypothesen und Modellen. In wie weit die etablierten Protagonisten hier Kritikf\u00e4higkeit und Ver\u00e4nderungswillen mitbringen wird die Zukunft zeigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese, doch kritische Sichtweise wollte ich gern auf den Weg bringen da der Rahmen dieser Veranstaltung als \u00e4u\u00dferst geeignet daf\u00fcr erscheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Danksagung:<br \/>\n<\/strong>Herr Dr. Peter Sauerwald \u00fcbte wie gewohnt keine Zur\u00fcckhaltung bei der Unterst\u00fctzung mit aussagekr\u00e4ftigem Bildmaterial. Daf\u00fcr sei ihm herzlich gedankt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Anmerkung:<br \/>\n<\/strong>Bei der \u00dcbertragung der Quellentexte wurde grunds\u00e4tzlich die Originalfassung wiedergegeben. Demzufolge entspricht die Orthografie nicht den heute \u00fcblichen Regeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Literatur und Quellen:<br \/>\n<\/strong><sup>1 <\/sup>Sauerwald, Peter, Der K\u00f6niglich Preu\u00dfische Kronen Orden der 1. Klasse Geschichte, bildlich und statistisch, Orden\u2013Militaria\u2013Magazin 95, S. 2 bis 9, Steinau an der Stra\u00dfe, 2001.<br \/>\n<sup>2 <\/sup>H\u00fcsken, Andre, Katalog der Orden, Ehrenzeichen, Auszeichnungen und \u2026 unter Ber\u00fccksichtigung des Deutschen Reiches, Band 1, Kurf\u00fcrstentum Brandenburg &#8230; Orden des K\u00f6nigreiches Preu\u00dfen, H. M. Hauschild GmbH, Bremen, 2001, S. 190.<br \/>\n<sup>3<\/sup> Nimmergut, J\u00f6rg, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Band II, Limburg &#8211; Reuss, S. 876, M\u00fcnchen 1997.<br \/>\n<sup>4 <\/sup>Geheimes Staatsarchiv, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Berlin Dahlem, I. HA Rep. 168 Generalordenskommission, Abt. A Sekt. II Lit. a. Nr. 4a, Bl. 28, 29 und 30.<br \/>\n<sup>5<\/sup> Nimmergut, J\u00f6rg, Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945, Band II, Limburg &#8211; Reuss, S. 877, M\u00fcnchen 1997.<br \/>\n<sup>6 <\/sup>Sauerwald, Peter, Der K\u00f6niglich Preu\u00dfische Kronen Orden der 3. Klasse Geschichte, bildlich und statistisch, Orden \u2013 Militaria \u2013 Magazin 97, S. 14 bis 19, Steinau an der Stra\u00dfe, 2001.<br \/>\n<sup>7<\/sup> H\u00fcsken, Andre, Katalog der Orden, Ehrenzeichen, Auszeichnungen und \u2026 unter Ber\u00fccksichtigung des Deutschen Reiches, Band 1, Kurf\u00fcrstentum Brandenburg &#8230; Orden des K\u00f6nigreiches Preu\u00dfen, H. M. Hauschild GmbH, Bremen, 2001, S. 188\/189.<br \/>\n<sup>8 <\/sup>Geheimes Staatsarchiv, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Berlin Dahlem, I. HA Rep. 168 Generalordenskommission, Abt. A Sekt. II Lit. a. Nr. 4a, Bl. 32 &#8211; 35.<br \/>\n<sup>9 <\/sup>Klingbeil, Karsten, Orden 1700 &#8211; 2000, Band 3 Preussen, Edition 2008, Buchdruckerei GO Druck-Media-Verlag, Kirchheim unter Teck, S. 157, Nr. 1776 und 1777.<br \/>\n<sup>10<\/sup> Schneider, Louis, Der K\u00f6nigliche Kronen-Orden, Nachdruck Berlin 1914, Verlag Heinrich Stern, S. 6 und 10.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mike Estelmann<br \/>\n(Verfasser)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Erkenntnisse zu den Modellen des K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Kronenordens An dieser Stelle sollen wichtige Ergebnisse Vorstellung finden, die aus Recherchen im Geheimen Staatsarchiv, Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Berlin Dahlem, resultieren. Dabei steht der K\u00f6niglich preu\u00dfische Kronenorden im n\u00e4heren Focus. Zum einen geht es um die Frage wann der Wechsel von der sogenannten kleinen auf die gro\u00dfe Krone &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/links\/dokumente\/modelle-des-kronenordens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eModelle des Kronenordens\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":1097,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1264","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1264","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1264"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1264\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1097"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.deutsche-gesellschaft-fuer-ordenskunde.de\/DGOWP\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1264"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}